Sonnen-Energie: Überall und unerschöpflich Drucken E-Mail
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Die Sonne könnte den Energiebedarf der Menschheit um das Fünfzehnfache decken. Doch bisher decken Sonnenstrahlen nicht einmal ein Prozent unseres Bedarfs. In Zukunft wird sich das aber ändern: Die Solarbranche boomt. Manche Experten vermuten bereits, in wenigen Jahrzehnten könne Sonnenenergie wichtiger als Öl sein.

Eigentlich ist Energie aus Sonnenlicht nichts Neues: Genau genommen nutzen die Menschen bisher fast ausschließlich die Energie der Sonne, aber über einen Umweg: Egal ob Öl, Kohle oder Gas – ohne Sonne würde es die Energie-Rohstoffe nicht geben. Und auch Winde entstehen letztendlich durch Temperaturunterschiede in der Luft, die durch Sonneneinstrahlung hervorgerufen werden.

Wärme sammeln

Durch die heutige Technik lässt sich die Energie der Sonne aber auch auf direktem Weg nutzten; wie zum Beispiel durch Solar-Kollektoren. Meist auf Hausdächern montiert, speichern die rechteckigen Platten die Wärme der Sonne und sorgen im Hauhalt für die heiße Dusche. Dabei reichen bereits acht Quadratmeter an Kollektorfläche auf dem Dach, um im Sommer warmes Wasser für einen Vierpersonen-Haushalt zu gewährleisten. Das entspricht ungefähr der doppelten Fläche einer Tischtennisplatte.
Solarkollektoren  Quelle: FSV / Fraunhofer ISE
Sonnen-Kollektor sorgen für warmes Wasser
im Haushalt
             Foto: FVR/Fraunhofer ISE


Soll die Sonne auch die Energie für Küchenherd, Kühlschrank oder Fernseher liefern, wird die Sache komplizierter. Schließlich funktionieren diese Geräte nicht mit Wärme, sondern mit Strom. Hierfür gibt es so genannte Solarzellen: Sie bestehen meist aus Silizium, einem Material, das auch für elektronische Schaltungen verwendet wird. Die Lichtteilchen (Photonen) der Sonnenstrahlen lösen Elektronen im Silizium und sorgen so für einen Stromfluss. Die Technik heißt im Fachjargon auch Fotovoltaik.

Eigene Stromquelle

So kann theoretisch jeder Hausbesitzer seinen Strom selber produzieren. Eine Dachfläche von rund 32 Quadratmetern deckt den Jahresbedarf an Strom von vier Personen. Die Technik hat jedoch ihre Tücken: Bisher sind Solarzellen sehr teuer. Viele scheuen daher die hohen Anschaffungskosten. Mit rund 20 000 Euro schlägt eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach zu Buche. Die Kosten spielt die Anlage erst nach über zehn Jahren wieder ein. Langfristig lohnt die Anschaffung aber durchaus - besonders wenn die Solarzellen mehr Strom liefern, als im Haushalt genutzt wird.

Denn durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind die Energiekonzerne verpflichtet, den Solarstrom für knapp 50 Cent pro Kilowattstunde abzukaufen und in das Stromnetz einzuspeisen. Das ist für den Betreiber der Solaranlage ein rentables Geschäft. Für die Unternehmen allerdings nicht. Das Problem: Mit einem Preis von knapp 50 Cent pro Kilowattstunde ist der Sonnenstrom fast zehnmal so teuer wie Strom von Kraftwerken, die mit Kohle oder Öl laufen. Bisher sind die hohen Preise notwendig, damit sich die teure Anschaffung der Solaranlage lohnt.
Solarzellen: Mit der Fotovoltaik-Anlage auf
dem Dach gewinnt man eigenen Strom.


Hohe Preise

Auf den ersten Blick scheint der Preis für den Sonnenstrom sehr hoch. Kritiker sehen die Solarenergie durch das Erneuerbare Energie Gesetz zu stark gefördert. Befürworter der Technik halten dagegen, der Preis werde in den kommenden Jahren stark fallen. Die Statistik gibt ihnen dabei Recht: Die Kosten für Sonnenenergie sind in den vergangenen 20 Jahren bereits um mehr als die Hälfte gefallen, die Hersteller der Zellen versprechen für die kommenden 20 Jahre einen ähnlichen Preisfall.
 


 
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