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Das schmutzige Ölgeschäft |
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Dienstag, 27. Januar 2009 |
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Seite 2 von 3 Ein weiteres ökologisches Problem ist die Landschaftszerstörung, da die Ölsande überwiegend im Tagebau gefördert werden: Für jede gewonnene Tonne Bitumen schaufeln die riesigen Bagger rund 12 Tonnen Ölsand aus dem Tagebau. Das Abbaugebiet liegt in den Urwäldern Albertas. Eine Rekultivierung der Tagebau-Flächen ist mit sehr hohen Kosten verbunden, zudem ist nicht gesichert, dass sich die ursprüngliche Flora und Fauna wiederherstellen lässt. Bisher sind entgegen den Versprechen der Ölfirmen kaum Rekultivierungsmaßnahmen angelaufen.
Zerstörung des Regenwaldes in Ecuador
In Ecuador werden jährlich etwa 28 Megatonnen Rohöl gefördert. Das Hauptfördergebiet liegt im Oriente, ein ökologisch wertvolles Regenwaldgebiet mit der höchsten Pflanzen- und Artenvielfalt der Welt. Dort hat die Förderung bisher weit reichende ökologische Schäden hinterlassen.
Laut den Beschuldigungen der Indianer sind die Ölverschmutzungen größtenteils dem Ölkonzern Texaco zuzuschreiben sind, der zwischen 1971 und 1992 Erdöl in Ecuador förderte. Dabei wurden rund 70 Milliarden Liter ölverseuchtes Abwasser in Gruben, Seen oder Flüssen entsorgt. Inzwischen wurde Texaco von den Einwohnern auf Schadensersatz verklagt; die Summe beläuft sich auf bis zu fünf Milliarden US-Dollar.
Allerdings wehrt sich der Konzern gegen die Vorwürfe und verweist darauf, dass Petroecuador für die Schäden verantwortlich sei. Petroecuador fördert als staatliches Ölkonzern und hat 1992 das Ölgeschäft vollständig übernommen. Von 1990 bis 2004 soll Petroecuador laut den Vorwürfen von Texaco für 801 Ölunfälle verantwortlich sein, bei denen insgesamt mehr als sieben Millionen Liter Öl ausgetreten sind.
 | Achtlos werden giftige Bohrabwässer in Seen deponiert. Foto: Texaco |
Dabei fallen in den ehemaligen Texaco-Förderstationen täglich etwa 170 000 Barrel Formationswässer mit Ölfilm an. So enstehen etwa 4000 Liter Rohöl, die in Bäche oder Flüsse gelangen. Es darf bezweifelt werden, dass Texaco das Werk bis 1990 mit Aufbereitungsanlagen ausgestattet hatte, um das Öl aus dem Abwasser zu filtern. Texaco verweist bezüglich der möglichen Verschmutzungen in dem Förderzeitraum bis 1990 darauf, dass seitens des Konzerns bereits 40 Millionen Dollar für Säuberungsarbeiten bezahlt wurde. Bis heute wurde bezüglich des Rechtsstreits zwischen den Siedlern und Texaco noch kein Urteil gefällt .
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